Sonne und Mond

Diesmal haben wir über die Sonne und den Mond gesprochen. Zunächst einmal haben wir gesagt, was wir alles mit der Sonne verbinden. Erstens hat sie abhängig vom Klima ganz andere Bedeutungen. In Europa wird sie eher als etwas Positives behandelt, man verbindet mit ihr Ernte, Wärme und Schönheit. In anderen, viel wärmeren Regionen der Welt ist sie aber eher negativ dargestellt. In der arabischen Welt sagt man „grausam wie die Sonne“ und „schön wie der Vollmond“. Seit Langem wir die Sonne geehrt, man denke nur an die Majas, Inkas, oder Ägypter. Man hat die Sonne oft vergöttert und ihr sogar Namen gegeben. So war der Sonnengott Re. Man hat oft Menschen für die Sonne aufgeopfert und auf besser Ernte und Gesundheit gehofft. Die Majas hatten generell Interesse an Sternen. In Japan gibt es auch eine sehr alte Geschichte über Amaterasu Omikami. Wir haben ihre Geschichte besprochen, die ich nicht selbst wiedergeben werde, sondern ich füge hier einen ganz ausführlichen Text ein, den ich im Internet gefunden habe:

Die wahrscheinlich bekannteste Geschichte über Amaterasu ist diese über ihren Rückzug in eine Höhle. Als Folge auf eine Auseinandersetzung mit Susanoo sperrte sie sich selbst dort ein. Auslöser dazu war, dass ihr Bruder sie mit einem grausam geschundenen Pferd überraschte. Allerdings sorgte ihr Verschwinden dafür, dass die Erde in Dunkelheit versank und böse Geister die Welt ins Chaos stürzten. Die Kami versuchten alles, um die wütende Amaterasu aus der Höhle heraus zu locken. Auf Omohi-Kanes Rat wurden Hähne vor der Eingang platziert. Man hoffte, dass deren Schreie die Sonnengöttin denken ließen, dass der Morgen angebrochen sei. Zusätzlich wurde ein großer Sperrstrauch platziert, welcher mit glänzenden Juwelen, feinen weißen Kleidern und einem großen, achteckigen Spiegel in der Mitte dekoriert worden war. Gleichzeitig tanzte die Göttin Amenouzume einen so wilden Tanz, dass das Lachen der anderen Kami die Neugier der Verstimmten weckte. Sie öffnete daraufhin die Höhle weit genug, um einen Blick auf ihr eigenes Spiegelbild zu erhaschen. Abgelenkt durch dessen Schönheit bemerkte sie zu spät, dass der starke Ame-no-tajikara-wo sich näherte. Dieser zog sie aus dem Eingang, woraufhin Tuto-Tamu einen Zopf aus heiligem Stroh vor die Höhle warf und ausdrücklich betonte, dass die Göttin sich nun nicht länger verstecken konnte. Seitdem war die Welt erneut in ihr strahlendes Licht gehüllt. Susanoo wurde nun bestraft, indem man ihm seinen Bart und die Fingernägel ausriss. Danach wurde er auf die Erde verbannt, wo er in der Gegend Izumo landete. Dort wütete seit jeher ein mächtiger Drache, welchen Susanoo nun herausforderte. Nachdem er die Bestie besiegt hatte, fand Susanoo im Schweif der Kreatur ein Schwert, welchem er den Namen „Kusanagi no Tsurugi” gab. Dieses schenkte er nun seiner Schwester, um sich für seine schlechten Taten zu entschuldigen.”

Nun haben wir auch über den Mond geredet. Er ist in vielen Kulturen etwas Mysteriöses, Dunkles und Böses. Als Beispiel dafür haben wir Werwölfe und Hexen genannt. Auch der sog. Luna-Papst hat dazu beigetragen, dass der Mond eine komische Bedeutung hat: von ihm stammt nämlich das englisch lunatic, was eigentlich verrückt bedeutet. Auch in Religionen findet man den Mond. Die Heilige Maria wird oft mit einem Sichelmond dargestellt und ebenso die Sichelförmigkeit ist im Islam von großer Bedeutung. (Wobei man feststellen muss, dass der Sichelmond eigentlich nichts mit der Religion zu tun hat und viele Muslime ihn nicht als Symbol vom Islam anerkennen.) Der Mond beeinflusst die Erde, er verursacht zum Beispiel die Gezeiten, also Ebbe und Flut. Die 28-Tage-Periode ist in vielen Bereichen der Natur aufzufinden, zum Beispiel die Menstruation und die Schwangerschaft von Frauen. Viele Volksweisheiten gibt es in Bezug auf den Mond. Man soll seine Haare bei wachsendem Mond schneiden lassen, denn so wachsen sie schneller. Bei Flut sollen viele Babys geboren werden, bei Ebbe sollen hingegen viele Leute sterben. Wenn der Mond einen Hof hat, wird es wahrscheinlich am kommenden Tag regnen.

Schließlich habe ich noch kurz die Frage gestellt, warum man wohl nichts mit dem Mond machen will. Seine Nähe und Eigenschaften wären ideal für Experimente im Weltraum, wie zum Beispiel Pflanzen unter besonderen Bedingungen gedeihen lassen. Außerdem könnte man aus ihm eine Art Luxusurlaubsort machen. Kein Land scheint, Interesse zu haben, wahrscheinlich aus dem Grund, dass man auf dem Mond keine wichtigen Rohstoffe gefunden hat.

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