Gerüchte

Wir haben über Gerüchte geredet. Zunächst einmal haben wir einige Beispiele genannt, was alles man Gerüchte nennen kann. In Bezug auf das Coronavirus gibt es bereits Spekulationen, die auf keinerlei wissenschaftlichen Tatsachen basieren. Man sagt, es könnte ein amerikanisches Experiment sein, bei dem man das Virus als biologische Waffe testet. (Ich habe früher über eine Theorie gelesen, dass die UNO selbst HIV künstlich erstellt und auf die Welt gelassen hätte. Die Fakten, dass Schwarze in Afrika und Homosexuelle die ersten waren, die an AIDS erkrankt waren, weisen auf möglichen Rassismus und Homophobie hin, allerdings beweist das nichts. Außerdem ist das Ziel unklar, warum man überhaupt unter Regierungskontrolle ein praktisch unheilbares Virus verbreiten würde.) In vielen sozialen Medien kann man erfahren, dass heißes Wasser zu trinken gut gegen das Coronavirus sei. Wieder andere behaupten, dass Wasser von 27 Grad wirksam sein soll. Eben daran kann man erkennen, dass diese Gerüchte wirklich unbegründet sind.

Wenn man nur Gerüchte hätte, wäre das eigentlich kein großes Problem. Aber diese Nachrichten haben fast immer Folgen. Man hat vor Kurzem darüber gesprochen, dass China jetzt viel mehr Papier für die Herstellung von Masken benutzen würde. Das soll dazu führen, dass Japan nicht so viel Toilettenpapier und Taschentücher importieren könnte. Als Konsequenz haben die Menschen Hamsterkäufe an diesen Waren gemacht, sodass man heutzutage in keinem Geschäft Toilettenpapier oder Tücher kaufen kann. Mittlerweile hat man in den offiziellen Medien dieses Gerücht hinterfragt, allerdings zu spät. In vielen Fällen gibt es noch schwerwiegenden Folgen, daher sollte man wirklich aufpassen, welche Informationen man weiterleitet.

Wie werden Gerüchte überhaupt weitergegeben? Eine ganz einfache Methode, die man schon seit Urzeiten hat, ist die Mundpropaganda. Die hat aber nur eine begrenzte Verbreitung und bleibt daher eher lokal. Die Entwicklung der Technologie hat uns aber ermöglicht, sehr schnell sehr viele Auskünfte zu veröffentlichen oder zu verschicken, die dann auf der ganzen Welt zu erreichen sind. So sind Kettenmails, soziale Netzwerke und in vielen Fällen sogar die Massenmedien ideal für die Verbreitung von Gerüchten.

Aber warum startet man eigentlich ein Gerücht? In den meisten Fällen hofft man auf Verbesserung. Aber es gibt Menschen, die sich wichtig fühlen und/oder im Mittelpunkt von Gesprächen stehen wollen. Dann gibt es noch eine bestimmte Gruppe von Menschen, in deren Interesse sein kann, ein Gerücht zu verbreiten, vor allem aus politischen oder geschäftlichen Gründen. Zu den möglichen Ursachen zählen auch Neid und Eifersucht, aber der häufigste Grund ist vielleicht, dass man einfach ein gutes Gesprächsthema im langweiligen Alltag will.

Wir haben auch kurz besprochen, ob wir schon mal Gerüchte verbreitet haben. Sehr wahrscheinlich ist die Antwort ja, auch wenn wir das nicht absichtlich gemacht haben. Außerdem gibt es bestimmt solche Nachrichten, die wir geglaubt haben, aber in der Tat nur Gerüchte waren.

Schließlich haben wir einige Tipps gesammelt, wie man die Glaubwürdigkeit einer Nachricht überprüfen kann. Vor allem soll man den Autor/die Autorin suchen, und die angegebenen Quellen in der Nachricht überprüfen. Statistische Daten, Fakten und Fotos kann man vor allem bei Online-Texten sehr einfach nachprüfen, vor allem wenn man in mehreren Sprachen sucht. Ist de Text zu pauschal geschrieben, stimmt der Inhalt wahrscheinlich nicht. Weitere Merkmale eines Gerüchtes sind noch die Tatsache, dass jemand bei erfolgreicher Verbreitung einen großen Gewinn bekommen kann und dass alles zu sensationell formuliert ist. Am besten überprüfen wir alles gründlich, bevor wir eine Nachricht für richtig halten.

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