Coronavirus
Diesmal haben wir über ein sehr aktuelles Thema, das Coronavirus in China geredet. Die Medien berichten darüber sehr viel, man kann sagen, dass man wirklich jeden Tag etwas Neues erfahren kann, wenn man die Nachrichten checkt. Wir haben aber gedacht, dass wir das Thema eher objektiv und fachlich behandeln, denn das ist nämlich in den Medien leider nicht der Fall. Das Virus ist Ende Dezember (letzten Jahres), bzw. Anfang Januar (dieses Jahres) in China, vor allem in der Stadt Wuhan und seiner Umgebung erschienen. Man behauptet, dass das Virus von Fledermäusen auf Menschen übertragen wurde, indem man diese Tiere gegessen hat. Das Virus selbst ist eine Sorte der sog. Coronaviren, die sich aerogen verbreitet und zur Erkältung der Atemwege führt. Man hat also Fieber, Schnupfen und Husten. Bei Menschen mit schwacher Immunität kann es zu Komplikationen kommen, vor allem zu einer Lungenentzündung, an der man leider sterben kann. Eigentlich liegt die Todesrate zwischen 2 und 3%, aber es gibt einige Tote und man sollte diese Tatsache nicht ignorieren. Das bedeutet momentan ungefähr 300 Leute, insgesamt gibt es also bisher 10.000 Erkrankte. Es ist nicht das erste Mal, dass eine Epidemie ausbricht, man hatte ja vor 100 Jahren die spanische Grippe, die ca. 25 Mio. Menschen getötet hat. Die Menschen neigen aber jedes Mal zur Panik, wenn eine Krankheit anfängt, sich zu verbreiten.
Warum hat man aber diesmal viel größere Panik, als dass man anhand der (niedrigen) Todesrate denken würde? Vor einigen Jahren habe es andere Virenausbrüche in China, die sehr gefährlich waren. Die Viren namens SARS und MERS gehören beide zu den Coronaviren. Diese Tatsache allein hat diesmal gereicht, um große Angst zu bekommen. Man darf aber nicht vergessen, dass das Virus mittlerweile in anderen Ländern angekommen ist. Das hat mehrere Gründe. Die chinesische Regierung wollte am Anfang das Ganze vertuschen, was ihr aber misslungen ist. Außerdem hat man zu spät realisiert, dass das Virus eventuell gefährlich sein kann, so hat man zu spät die Quarantänen verordnet. Das Virus hat höchstens zweiwöchige Inkubationszeit, die sonst ganz lang ist, und dazu führen kann, dass eine angesteckte Person durch die strengen Kontrollen anderer Länder gehen kann, ohne dass das Virus entdeckt wird. Das größte Problem ist, dass wegen dem chinesischen Neujahr ganz viele Menschen unterwegs im Ausland sind, denn sie möchten ja die Ferien genießen.
Ein jeder weiß bereits vom Virus, die WHO hat sogar globale Virengefahr erklärt, trotzdem scheinen die Kenntnisse eines Durchschnittsmenschen nicht auszureichen. Man will sich schon vor potentiellen Ansteckungen schützen, so trägt man immer eine chirurgische Maske, die aber eher wenig Schutz bietet. Am besten meidet man von Menschen überfüllte Orte, wäscht sich regelmäßig die Hände und gurgelt, wenn zu Hause ankommt. Einige Menschen sind sogar so weit gekommen, dass sie im Internet bestellte Produkte, die aus China kommen, zurückschicken und gegenüber asiatischen Menschen feindlich sind. Man scheint, die Tatsache nicht zu bemerken, dass dieses Virus eigentlich nicht so gefährlich ist wie eine ganz „normale“ Grippe. Alle haben auch in Japan Angst, die Straßen in Shinsaibashi, wo man das Virus lokalisiert hat, sind heutzutage so gut wie leer, die Masken sind überall ausverkauft, weswegen vor allem Zahnärzte nicht richtig arbeiten können: Sie müssen bei jeder Behandlung eine Maske tragen und haben leider nur wenige auf Lager.
Man hat das Virus bereits analysiert und eine Schutzimpfung dagegen sollte auch bald erscheinen. Die Menschen beschuldigen China und die Regierung, was vielleicht zu einer kleinen oder großen Veränderung im politischen System des Landes führen könnte – so spekulieren einige Politologen. Der allgemeine Tipp: Man sollte auf jeden Fall aufpassen, aber auf keinen Fall in Panik geraten.
In den Nachrichten haben wir alle gesehen, dass ein Kreuzschiff in der Nähe von Yokohama unter Quarantäne liegt. Die Fahrgäste sind überwiegend ältere Menschen. Man hat die Vermutung, dass das Virus einige angesteckt hätte, so hat man das Schiff von der Außenwelt abgeschlossen. Das Problem ist, dass viele Passagiere regelmäßig Medikamente nehmen müssen, und diese wegen der Quarantäne langsam alle werden. Viele wissen nicht einmal, wie die Medikamente eigentlich heißen, so ist es oft schwer, zu bestimmen, welche Mittel benötigt werden. Einige werden von den Familienmitgliedern versorgt, was aber nicht allen eine Alternative ist. Das Virus ist in den Meiden weiterhin falsch gezeigt, man darf nicht vergessen, dass es um eine Erkrankung der Atemwege geht, was nur in sehr seltenen Fällen tödlich ist.
Über Wintersport hat T. gemeint, dass diese Sportarten eher nur eine Art Show-Business seien. Die Ausrüstungen sind ja oft teuer und nicht in allen Fällen geht es um außergewöhnliche menschliche Leistungen, sondern eher um eingeübte kleine Bewegungen. Wir waren mit Y. ein bisschen anderer Meinung, aber es gibt schon einige Punkte, die Wintersport in den Augen vom vielen Menschen ein bisschen wertlos erscheinen lassen. Erstens gibt es einige Sportarten, die eher subjektiv benotet werden, zum Beispiel Eiskunstlauf. Auch wenn alle Wettbewerber ihre Kür fehlerfrei gemacht haben, muss die Jury den besten Läufer/die beste Läuferin auswählen. Und Ästhetik kann nur subjektiv bewertet werden. Außerdem verbreiten sich immer mehr Sportarten, die eher die Amerikaner mögen. Snowboarden ist zum Beispiel so eine Sportart. Man braucht sehr gute Fähigkeiten und sehr viel Übung, um wirklich gut snowboarden zu können, trotzdem scheint dieser Sport in der Olympiade ein wenig unernst zu sein. Man darf nicht vergessen, dass zu einigen Sportarten auch eine gewisse Mentalität gehört. Es gibt sogar solche, die den ganzen Lebensstil eines Menschen beeinflussen können, zum Beispiel Brake Dance. Snowboarder kleiden sich eher leger und einige haben auch im Privatleben eine ähnliche Mentalität. Dass ein berühmter Sportler Japans wegen Hanfkonsum verhaftet wurde, hilft dem Image dieser Wintersportart auch nicht. Beim Eiskunstlauf und Snowboarden gibt es zumindest harte Übung und extraordinäre Leistungen, aber Curling beispielsweise ist eine von den Wintersportarten, das von vielen Menschen nicht als Sport akzeptiert wird. Bestimmt ist es schwer, in Curling gut zu werden, aber man kann denken, dass mit entsprechender Übung wirklich alle professionell werden können, denn der Sport selbst scheint gar nicht so schwer zu sein. Auf der anderen Seite hat Curling ganz klare Bewertungskriterien.
Es gibt in Japan noch die Tendenz, dass vor allem EiskunstläuferInnen in den Medien gezeigt werden. Bei Frauen ist das Aussehen am wichtigsten, bei Männern eher das Privatleben und persönliche Vorlieben. So wissen alle von Herrn Hanyu, wie viele Stoffbären er hat, wobei das gar nichts mit seiner Leistung zu tun hat. Oft erscheinen Sportler in Fernsehsendungen. Die Kanäle wollen schnell Geld machen, solange der Sport populär ist, und die Sportler wollen, dass ihre Sportart weiterhin beliebt bleibt. Außerdem verdienen sie auch ein bisschen mit ihrer Medienpräsenz.
Es gibt noch ganz viele Fans, die gewisse Sportler lieben. Sehr oft sind das ältere Menschen, die in diesen Menschen ihre verlorene Ehe oder nicht geborenen Kinder (wieder)finden wollen. Solange so etwas harmlos bleibt, ist es für uns kein Problem.
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