Regenzeit
Wir haben diesmal über die Regenzeit geredet. Sie ist in Japan von großer Bedeutung. Man braucht vor allem für den Reisanbau sehr viel Wasser. Japan hat ja eine geographische Ausbreitung von Norden nach Süden, was abhängig von den einzelnen Regionen zu ganz unterschiedlichen Klimaten führt. So ist es schwer zu sagen, wann eigentlich die Regenzeit begonnen soll. Wir haben für den Anfang einen Zeitraum zwischen Ende Mai und Mitte Juni festgelegt. Man hat sich mit dem Reisanbau im 7. und 8. Jahrhundert intensiv beschäftigt. Damals war es wichtig, dass man das Säen bis zur Regenzeit beendet. In vielen Regionen Japans gab es Wassermangel, zumindest, was die Landwirtschaft betrifft, sodass die Regenzeit eine sehr wichtige Rolle gespielt hat. Das Reisfeld hat praktisch als Wasserbecken fungiert. Im Juli und August hat man in der Hitze gewartet, dass der Reis groß wächst, und hat darauf gehofft, alles noch vorm Ankommen von den Taifunen zu ernten. Die Regenzeit ist also ein sehr wichtiger Bestandteil des Reisanbaukreislaufs.
Für die heutigen Menschen, die überwiegend fest angestellt arbeiten, ist sie aber eher nur Mühe. Regen bedeutet für die meisten nur Unannehmlichkeiten. Erstens muss man ja immer einen Schirm und/oder Regenjacke dabeihaben. Zweitens muss man auch entsprechende Schuhe oder Stiefel tragen. Außerdem ist es so gut wie unmöglich, die Wäsche trocknen zu lassen und alles wird in der Wohnung schnell schimmelig. Auch die Lebensmittel verderben viel schneller, so kann man ganz einfach eine Lebensmittelvergiftung haben. De Kinder müssen drinnen bleiben, was wiederum Frustration macht, vor allem bei den Jungen. Man darf aber auch nicht vergessen, dass es ganz viele Menschen, die als Hobby einen Garten haben. Für sie ist es sehr gut, wenn es viel regnet, denn das lässt ja im Garten alles gedeihen und man muss nicht täglich gießen. Unglücklicherweise wächst auch das Unkraut, was extra Arbeit bedeutet, aber alles in einem ist der Regen schon gut für diese Menschen.
Die Zukunft der Regenzeit ist aber weniger rosig. Wegen der globalen Klimakatastrophe wird es sehr heftig regnen, dafür aber die Gesamtmenge betreffend weniger. Es führt sehr wahrscheinlich zu Dürre, Bodenwasserproblemen und wirkt dadurch auch auf das Klima aus. Japan wird ein wenig tropischer sein, was die Existenz bisher nicht anwesenden Insekten und Krankheiten ermöglicht.
Wir haben später auch über den ökologischen Aspekt gesprochen, vor allem wie man Wasser sparen könnte. Man soll in erster Linie die Ernährungsgewohnheiten ändern. Gemüse statt Fleisch zu essen, ist einer der wichtigsten Schritte dabei. In Zukunft werden wir sehr wahrscheinlich Insekten als Proteinquelle benutzen, so lässt sich dieses Problem vielleicht lösen. Mangel an Trinkwasser wird aber sehr wahrscheinlich der Auslöser vieler Konflikte sein. Einige sind optimistisch, denn es ist theoretisch möglich, aus Meerwasser durch Destillation Trinkwasser zu machen, aber in der Praxis ist so etwas sehr teuer. Man darf auch nicht vergessen, dass wir in wenigen Jahrzehnten alle fossilen Brennstoffe aufbrauchen, und Alternativen benötigen werden. So müssen wir andere Quellen für Strom- und Wärmeerzeugung finden, evtl. sogar Regenwasserkraftwerke. Ein sehr großes Problem wird der Verkehr bedeuten, denn wenn das Benzin alle wird, brauchen wir neue Möglichkeiten. Die Firma Tesla baut seit einigen Jahren elektrische Autos, aber es ist schon ganz klar, dass wir nicht genug Rohstoffe (zum Beispiel Kobalt) für die Batterien haben werden. Auf jeden Fall müssen wir lernen, effektiv Wasser zu sparen, denn Wasser ist ja elementar für das Überleben in dieser immer grausamer werdenden Welt. Was bringt wohl die Zukunft?
Comments
Post a Comment